Donnerstag, 19. Dezember 2019
Gymnasium Steglitz im Dialog mit Martin Schulz

Diskussionsrunde zu europapolitischen Themen

Foto: Rb

Am 12.12.2019 kam Martin Schulz für eine Diskussionsrunde zu europapolitischen Themen an unsere Schule. Er war 23 Jahre lang Mitglied des Europäischen Parlaments und 5 Jahre dessen Präsident. Er war somit für uns der perfekte Gesprächspartner!

Die Moderatoren Friederike Leier und Kimon Böhmer

hatten die Diskussion auf der Basis vom eingereichten Fragen der Schüler in Themengebiete eingeteilt, aber auch weiterführende Fragen waren jederzeit erwünscht. So entstand in 90 Minuten eine interessante und lehrreiche Diskussion.

Angefangen wurde mit dem Thema Brexit. Martin Schulz erklärte, dass er diesen für äußerst “verantwortungslos” halte. Es sei nicht nur eine Katastrophe für das Vereinigte Königreich, sondern auch für die EU, deren politisches Gewicht in der Welt durch den Austritt schrumpfe. Seiner Meinung nach eine eindeutige loose/loose-Situation.

Als Nächstes wurden ihm Fragen zur EU als Institution gestellt, woraufhin er ausführlich darlegte, wie wichtig die EU für ihre Mitgliedsstaaten sei. Die Kraft der Europäer läge in ihrer Gemeinsamkeit. Länder wie die USA, China oder Russland wären zu groß und zu mächtig für ein vergleichsweise kleines Land der EU alleine.

Das letzte Thema war Klima und Umwelt. Martin Schulz sagte dazu, dass die EU dafür nicht genug täte, aber auch zu wenig Kompetenzen habe. Jedes Land entscheide selbst über seine Energieversorgung. Im Hinblick auf Deutschland fände er es beachtlich, dass das viertgrößte Industrieland der Welt mit dem größten Exporthandel beschlossen hat, innerhalb von 18 Jahren aus der Atomenergie und der Kohleenergie auszusteigen. Das habe so kein anderes Land getan.

Dann waren die 90 Minuten auch schon vergangen. Vielen Dank, Herr Schulz, dass Sie sich die Zeit genommen haben unsere Fragen zu beantworten.

Johanna Rückert

 

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