Konzept zur Konflikt- und Ge­walt­prävention

Konflikte entstehen meistens aus miss­ver­ständ­licher und/​oder verletzender Kommunikation. Um dem vorzubeugen, verpflichten sich alle am Schulleben Beteiligten auf folgende Regeln:

10 Regeln für ein faires Miteinander für Schüler­innen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte

  1. Wir achten die Würde unserer Mitmenschen in Wort und Tat. Dies zeigt sich in einer positiven, wert­schätzen­den Kommunikation und in einem re­spekt­vollen Umgang miteinander.
  2. Wir gehen aufeinander zu, statt zurückzuweisen, wir respektieren den anderen, statt ihn herabzusetzen, wir achten einander, statt zu beschämen, wir integrieren, statt auszugrenzen.
  3. Wir fordern und praktizieren höfliche und offene Zusammenarbeit, ohne dass wir dabei Problemen aus dem Wege gehen.
  4. Wir lösen Probleme konstruktiv.
  5. Wir respektieren und akzeptieren andere Meinungen.
  6. Wir beteiligen uns nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten: Wir reden mit den Menschen und nicht über sie!
  7. Wir nehmen eigene Fehler/​Schwächen und die der anderen als Chance, um daraus zu lernen.
  8. Wir sorgen für den Schutz von Schwächeren!
  9. Wir zeigen Toleranz und Zivilcourage.
  10. Wir handeln grundsätzlich ge­mein­sam!

Darüber hinaus stärkt das Kollegium die sozialen Kompetenzen der Schüler­innen und Schüler, indem

  • es sich verpflichtet, bei der Beobachtung von negativem Verhalten jeglicher Art sofort einzugreifen und für ge­mein­sames und konsequentes Vorgehen sorgt;
  • es in jeder Klasse einen Klassenrat gibt, in dem die Schüler­innen und Schüler lernen, Verantwortung für den Umgang miteinander zu übernehmen, Probleme anzusprechen sowie selbständig zu lösen und eigen­verant­wortlich organisa­torische Belange zu klären;
  • die 5. Klassen im 1. Halbjahr auf eine ge­mein­same Kennen­lern­fahrt gehen können.

Beschluss der Schulkonferenz vom 03.09.2009

Mediation

I. Was ist Mediation?

Mediation ist eine Form der Konfliktlösung, bei der nicht ermittelt wird, was genau geschehen ist, sondern gefragt wird, wie die Situation von den Beteiligten erlebt wurde.

Es ist eine Form der Ge­sprächs­führung, bei der im Rahmen einer vorgegebenen Struktur und unter aktiver Hilfe eines Mediators die Lösung oder Regelung des Konflikts von den Streitenden selbst gefunden wird. Folglich wird davon ausgegangen, dass die Streitenden am ehesten die beste Lösung für ihr Problem finden können. Es folgt eine persönliche Ver­ant­wortungs­über­nahme für zukünftiges Handeln.

II. Mediation an unserer Schule

Die Erfahrung zeigt, dass Mediation das Klima an einer Schule in positiver Weise verändert. Deshalb ist seit dem Schuljahr 2010/​11 die Streit­schlichter-AG an unserer Schule aktiv. In regelmäßigen Fortbildungen gewinnen die aktiven Streit­schlichter stets neue Schüler­gene­rationen für ihre wichtige Arbeit.

1. Mediations­lehrer

Die Arbeit der Streit­schlichter wird von Frau Rosenkranz und Frau Harnack angeleitet und unterstützt. Beide Kolleginnen sind umfangreich in der Mediation ausgebildet.

2. Auswahl der Schüler

Da er­fahrungs­gemäß die meisten für die Streit­schlichtung geeigneten Konflikte in der Unter- und Mittelstufe auftreten, haben wir uns entschlossen, Schüler aus den 7. und 8. Klassen für die Ausbildung zum Streit­schlichter zu gewinnen. Dadurch ist auch gewährleistet, dass die Schüler ihre Arbeit einige Jahre erfolgreich ausüben können.

Alle zwei bis drei Jahre wird eine neue Gruppe von Streit­schlichtern zusätzlich ausgebildet. Dadurch wird die Kontinuität der Arbeit sichergestellt. Zugleich haben wir dadurch in allen Jahr­gangsstufen ab Klasse 7 ausgebildete Streit­schlichter, die für die Konfliktlösung herangezogen werden können.