Schulleben » Religionsfahrten

Kloster Himmerod 2005 …

hieß unser Ziel, welches wir Religionsteilnehmer sowie Herr Reinhold und Frau Bütow im Juni 2005 erreichten.
Dort lebten wir fünf Tage mit den Zisterzienser-Mönchen unter einem Dach. Im Gästetrakt des Klosters bewohnte jeder von uns ein Einzelzimmer, unsere Mahlzeiten aber nahmen wir gemeinsam und oftmals schweigend ein. Wenn wir nicht gerade an einem der sieben Stundengebete teilnahmen, führten wir Gespräche mit den Mönchen, stellten kleine Projekte auf die Beine oder versuchten, uns nützlich zu machen. Dazu gehörte neben Unkraut jäten und Heu zusammenharken auch das Putzen der Kirche.

Zwischendurch hatten wir aber auch oft Zeit. Wir machten Spaziergänge, spielten Frisbee oder faulenzten einfach. Am letzten Tag wurde die Fahrt einstimmig für gelungen erklärt, und so manch einer wird Kloster Himmerod wieder einmal einen Besuch abstatten…

Christina Borchert

Kloster Himmerod 2006 …

Seit einigen Jahren gibt es am Gymnasium Steglitz die Tradition, dass die Religionsschüler der 11. Klassen, egal ob evangelisch oder katholisch, gemeinsam ins Kloster Himmerod fahren.
Dieses Jahr bestand die Gruppe aus 9 Schülern des evangelischen Religionsunterrichts. Wir wurden von einem evangelischen und einem katholischen Religionslehrer begleitet.

Die Zisterzienser-Abtei Himmerod liegt in der Südeifel, wo sie 1134 von Bernhard von Clairvaux gegründet wurde. Die Mönche leben nach der Regel des heiligen Benedikt. Es gibt sieben Gebete und ein Konventamt am Tag. Außerdem übernimmt jeder Mönch eine Aufgabe im Klosterbetrieb, der er täglich während der Arbeitszeiten nachgeht. Trotzdem helfen alle Mönche im alltäglichen Betrieb. So kam es, dass wir mit Vater Abt das Geschirr vom Mittagessen abtrockneten.

Wir durften den Tagesablauf der Mönche miterleben und sind dadurch mit einigen ins Gespräch gekommen, wodurch wir einen besseren Einblick in das Mönchsleben bekamen. Ungewohnt für uns war es, in Einzelzimmern untergebracht zu sein, aber dadurch konnten wir die Ruhe des Klosters genießen. Wir hatten besonderes Glück am Trinitatissonntag dort zu sein, da an diesem Tag die Pferdesegnung zelebriert wurde. Zu diesem Anlass bringen die Bauern aus der Umgebung ihre Pferde zum Kloster, damit diese von den Mönchen gesegnet werden.

Für einen Tag hatten wir vereinbart zu schweigen, was uns einige Probleme bereitete. Trotzdem hatten wir mit unserer Gruppe großen Spaß.

Friederike Frantz, Laura Winters

Klosterfahrt Himmerod 2007…

himmerod2007-03Sich einmal von Großstadthetzerei und Schulstress zu verabschieden, danach sehnt sich nahezu jeder. Im Zisterzienserkloster Himmerod in der Eifel ist dies möglich. Hierher ging die Religionsfahrt der 11. Klassen im Mai 2007 unter der Leitung von Herrn Reinhold und Herrn Kebesch.

Am letzten Abend stellten viele von uns fest, dass die gefühlte Zeitspanne, die wir mit den Mönchen verbracht hatten, weitaus länger war als die tatsächlichen fünf Tage. Die Zeit schien still zu stehen. Den Tagesablauf gliederten die sieben Stundengebete, dazwischen unterhielten wir uns mit einigen Mönchen über ihr Leben innerhalb und nicht selten auch außerhalb der Klostermauern, wodurch uns immer klarer wurde, dass die Entscheidung für das Klosterleben keineswegs nur von sogenannten “lebensunfähigen Typen” gefällt wird.

Auch besondere Veranstaltungen fielen auf den Zeitraum unseres Besuches. So war beispielsweise eine Ausstellung mit liturgischen Exponaten aus dem Nationalen Museum der Bulgarischen Orthodoxen Kirche gerade eröffnet worden und am Sonntag fand eine göttliche Liturgie im byzantinischen Ritus statt, die allerdings bei einigen von uns auf Befremden stieß.

Als Abwechslung zu dem geistigen Programm halfen wir den Mönchen an einem Vormittag auch bei ihren Arbeiten, bei handfesten Aufgaben wie Harken, Tomaten zu binden, Bohnen zu pulen und die Straße zu kehren.

Allein damit wurden die Tage dennoch nicht vollkommen ausgefüllt und so hatten wir immer wieder viel Zeit, zu lesen, Karten zu spielen, spazieren zu gehen oder uns einfach nur auszuruhen, wozu die wunderschöne alte Anlage einlud. Und wie es sich für einen richtigen Klosterbesuch gehört, haben wir von einem Abend bis zum nächsten Frühstück geschwiegen, wovon manche von uns so begeistert waren, dass sie ihr Schweigen auch bis zum nächsten Abend fortsetzten.

Eine rundherum gelungene Fahrt also, bei der wir alle ganz besondere Erfahrungen sammeln durften!

Lisa Hullmeine

Kloster St. Ludgerus (Helmstedt) 2007…

Unter dem Motto »Unseren täglichen Traum gib uns heute!¬´ begaben wir uns in das Kloster St. Ludgerus. Dort wollten wir uns innerhalb des veranschlagten Zeitrahmens von drei Tagen in der digitalen Filmtechnik fortbilden und eine ruhige und entspannte Arbeitsphase außerhalb des Schulalltags zu verbringen.
Dort begannen wir damit, eine kurze Fotostory zu dem Inhalt des geplanten Filmmaterials herzustellen. Als Motiv unserer kreativen Arbeit nutzen wir den Psalm hundertsechsundzwanzig. Für die Herstellung der kurzen Fotostory benötigten wir den ganzen Nachmittag am Tag der Ankunft. Anschließend präsentierten wir abends unsere Ergebnisse der Arbeit. Zum Ausklang des Tages hielten wir eine Komplet in der steinernen Krypta, im Keller des Klosters, bei schwachem Kerzenschein und Orgelmusik ab.

Nach ruhiger Nacht, am Morgen des zweiten Tages, nach dem Frühstück, erhielten wir eine informative Einführung in die digitale Foto- und Filmtechnik, die den ganzen Vormittag andauerte und alle inspirierte. Der Filmtechniker und Lehrer, Burkhard Pflüger, brachte eine hervorragende technische Ausstattung mit, die die Arbeitsphase erst wirklich ermöglichte. Mit Hilfe von zwanzig Apple MacBooksTM und einigen Digitalkameras, konnten wir den gesamten Nachmittag mit Dreharbeiten zu dem Psalm hundertsechsundzwanzig verbringen. Die Dreharbeiten fanden in kleineren Gruppen statt, die die schöne Stadt Helmstedt als Drehort nutzten.

Nach langem, anstrengendem Filmen, bearbeiteten wir das Material im Seminarraum des Klosters, was sehr zeitaufwändig erwies. Die Belohnung nach all der Mühe bestand aus einer Vorführung aller Filme.

Abschließend fand wieder eine Komplet in der Krypta des Klosters statt.

Am Sonntag, dem Tag der Abreise, besuchten wir den morgendlichen Gottesdienst, der in der angrenzenden Kirche stattfand.

Nach diesem Ereignis packten wir die Koffer und waren bereit für die Abreise, die in einem schlecht klimatisierten Wagon der DBTM wieder nach Berlin führte.

Unser Dank gilt Herrn Pflüger, der Firma AppleTM, Frau Bütow für die Vorbereitung der besinnlichen Komplets, der DBTM für das Martyrium auf der Rückfahrt und dem Team des Klosters St. Ludgerus.

Unser besonderer Dank gilt Herrn Reinhold für die gelungene Organisation der Religionsfahrt 2007 nach Helmstedt.

Carl Totz, Adrian Simon

Projekt – Lehnin 2007…

Nach wochenlanger Vorbereitung fuhren wir am 26. Oktober schließlich nach Lehnin.

Unser Auftrag lautete, einen Dokumentarfilm über das dortige Zisterzienserkloster zu drehen – eine Aufgabe, die wirklich umfangreiche Planung benötigte.

Trotz dieser Planung erwies sich die Hinfahrt als komplizierter als erwartet, da, womit niemand gerechnet hatte, unsere Freunde, die Lokführer der S-Bahn, an diesem Tag ihre Arbeit weitestgehend eingestellt hatten. Trotz dieser Beschränkung ließen wir uns dennoch nicht beirren und versuchten unser Glück.

Der ursprüngliche Plan scheiterte komplett, als ein großer Polizeieinsatz den Verkehr vollständig lahm legte.

Auf Umwegen über Buslinien, anderen S-Bahnverbindungen und den Regionalverbindungen Brandenburgs erreichten wir gegen Vormittag nach einer zweieinhalbstündigen Odyssee doch noch unser Ziel: Das Pater-Engler-Haus des Klosters in Lehnin, eine Freizeitunterkunft.

Nach der Verteilung der Zimmer wurde die erste Gruppe, die für das Kochen in dem Selbstversorgerhaus zuständig war, mit dem Einkauf in dem nahe liegenden EDEKA© beauftragt, einer Aufgabe, deren Durchführung einige Einkaufswägen in Beschlag nahm.

Am Nachmittag begannen die ersten Dreharbeiten auf dem Klostergelände, die mit der professionellen Ausrüstung schneller vorangingen als erwartet. Wir konnten unseren Zeitplan größtenteils einhalten und am Abend das Menü der so genannten “Catering-Gruppe 1” genießen.

Der Tag endete entspannt und mit einer freiwilligen Komplet.

Am nächsten Tag wurden die Dreharbeiten fortgesetzt. Nun war die zweite Catering-Gruppe für das Kochen zuständig, während die erste Gruppe mit dem Filmen beschäftigt war. Wer mit beidem fertig war, durfte den Tischtennisraum des Hauses in Anspruch nehmen.

Am Nachmittag traf Herr Pflüger ein und gab den verbleibenden Gruppen professionelle Unterstützung bei den Dreharbeiten, wie er es schon im Mai in Helmstedt getan hatte.

Gegen Abend wurde ein Fackelzug der Bürger des Ortes gefilmt, um die einmalige Ruhe und Atmosphäre festzuhalten.

Nach einem weiteren Menü wurde die Bettruhe um eine weitere Stunde ausgeweitet (oder gänzlich ignoriert), womit Tag 2 in Lehnin endete.

Am nächsten Vormittag, nach einem geselligen Gottesdienst gegenüber dem Haus, wurden die letzten Vorräte der Küche geplündert und vernichtet, um nichts zurückzulassen.

Die Rückfahrt verlief wesentlich reibungsloser und wir trafen nach Plan auf dem S-Bahnhof Rathaus Steglitz ein.

Wir möchten Herrn Reinhold und Frau Bütow für die Organisation, Herrn Pflüger für die fachmännische Unterstützung und allen Sponsoren für die Ermöglichung der Fahrt nach Lehnin herzlich danken.

Carl Totz, Adrian Simon 10c

Kloster Himmerod 2008…

Vom 7.7. bis zum 11.7. fuhr ein weiteres Mal ein Teil der 11. Klassen ins Kloster Himmerod.
Nach einer langen Bahnfahrt und der Ankunft im Kloster begann unsere wirkliche Reise: eine sehr angenehme Reise in uns selbst, mit genügend Zeit für eigene Gedanken und dafür, sich selbst besser kennen zu lernen. Frau Bütow und Herr Dr. Pechstein haben als begleitende Lehrer nützliche Anregungen zu dieser Beschäftigung mit uns selbst gegeben und standen uns helfend bei. So wurden nicht nur bereits bestehende Freundschaften gepflegt, sondern sowohl der Kontakt der Schüler aus den verschiedenen Klassen als auch der Umgang mit den Lehrern wurde von Tag zu Tag angenehmer und entspannter. Weniger Glück hatten wir mit dem Wetter, das sich als nicht ganz so gnädig zeigte, mit viel Regen und wenig Sonne.

Dennoch hatten alle mehr als genug zu tun. Als Erstes hörten wir die geschichtliche Seite der Entstehung des Klosters und erkundeten das große Gelände um das Kloster herum.

Am Mittwoch hüllten wir uns einen ganzen Tag lang in Schweigen und lebten ganz nach “ora et labora”: Wir pflückten Beeren, halfen den Mönchen die Kirche zu putzen und fegten die Wege. Die Jungen durften heute sogar mit den Mönchen zusammen essen, wobei sie allerdings vom Essenstempo der Mönche mehr als überrascht wurden.

Später konnten wir gleich mehrmals Gespräche mit zwei äußerst netten Mönchen führen, die uns ausführliche und erhellende Antworten auf alle Fragen lieferten, die uns auf der Seele brannten. Wir hörten auch einige lustige Anekdoten aus dem Leben der Mönche, die doch mehr im Jetzt leben als gedacht, mit Laptop und Mountainbike.

Zum Schluss zogen wir alle ein Résumée aus der Zeit im Kloster, die anfangs eine Woche war und uns am Ende wie ein einziger Tag erschien, und gingen, um viele neue Erkenntnisse reicher, am letzten Abend mit unseren Lehrern in ein nettes Restaurant.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Bütow und Herrn Dr. Pechstein, die uns eine so schöne und erfahrungsreiche Fahrt ermöglicht haben.

Anna Corsten und Liliann Hejjas

Cur in claustro Himmerod iter fecerimus et quid eo loco egerimus scripserunt Anna Corsten et Liliann Hejjas, in Latinum transtulit Lapis piceus

A nonis Iuliis usque ad diem quintum ante Idus Iulias anno domini MMIIX (7.-11.7.2008) iterum discipuli classium undecimarum ad claustrum Himmerod profecti sunt.

Cursu ferroviario longo facto verum iter claustro attacto incipit, iter enim suavissimum ad nos ipsos, quibus satis temporis erat secum cogitandi et se ipsum melius cognoscendi. Quas ad res C. Bütow et Dr. N. Pechstein magistri comitantes utiliter nos commoverunt et nobis adfuerunt. Quo modo non solum consuetudines cum amicis renovatae, sed etiam usus cum discipulis classis alterius et cum magistris nostris diem ex die suaviores ac faciliores facti sunt. Minus autem feliciter nobis evenit, quod tempestas sole velato frigida et pluvia erat. Tamen cuncti satis superque in negotiis versabantur.

Primum historiam ac constitutionem claustri studebamus et ingentia loca, quae circum claustrum iacent, explorabamus. Deinde, die Mercurii, totum per diem tacebamus et sequebamur illud ‘ora et labora’: Bacas enim carpebamus, monachis aderamus ecclesiam purgantes, vias verrebamus. Quo die pueris etiam licuit una cum monachis cenare, sane oppressi, quod illi citius cenae finem fecerunt. Tum nobis licuit bis cum singulis monachis lepidissimis colloqui, qui omnes quaestiones, a quibus vexati sumus, uberrime ac illustrantissime explicaverunt. Praeterea narratiuncula hilaria de monachorum vita audivimus, qui plus, quam putavimus, tempore praesenti versantur utentes etiam computatoribus portabilibus vel bicyclis montanis.

Postremo autem cogitavimus, quem fructum capturi essemus in claustro quattuor dies versantes, quos denique unum tantum fuisse senserimus, et doctrina copiosi convenimus ultima vespera magistros nostros in taberna nitida.

Nunc hoc loco C. Bütow et Dr. N. Pechstein maximas gratias agimus, qui perfecerint, ut iter tam pulchrum et tam scientiae uber faceremus.

Kloster Lehnin 2008…

Wir, die Religionsschüler der Klasse 10c des Gymnasiums Steglitz, machten zusammen mit Frau Bütow eine 3- tägige Religionsfahrt zu dem im Südwesten von Berlin gelegenen Kloster Lehnin. Wir fuhren Freitag, den 14.11.2008 los und kamen am Sonntagnachmittag zurück.
Noch am Tag der Ankunft besichtigten wir das Kloster mit einer Führung und machten uns mit der Geschichte und Lebensweise des Zisterzienserordens bekannt. Dabei sollten wir verschiedene Motive des Klosters zeichnen oder fotografieren. (Die Ergebnisse davon sind am Tag der offenen Tür zu besichtigen.)

Am meisten Spaß, da sind sich wohl alle einig, hatten wir beim gemeinsamen Spielen. Beim Billard, Tischtennis oder Kicker Spielen wurden unzählige Matches zwischen sonst in der Klasse nicht häufig gesehenen Kombinationen von Schülern ausgetragen.

Die meiste Zeit verbrachten wir jedoch mit dem Kochen. Wir bildeten 2 Catering-Gruppen, die alle beide wirklich leckere 3 Gänge Menüs zubereiteten, auch wenn es den einen oder anderen angebrannten Pfannkuchen oder einen nicht ausgerollten Pizzateig gab. Sowohl beim Einkaufen als auch beim eigentlichen Kochen hatten wir viel Spaß, weil es eine andere Erfahrung war, nicht jeder für sich allein zu arbeiten, sondern gemeinsam mit den Anderen an einem Strang zu ziehen.

Allgemein lernten wir uns gegenseitig besser kennen, da wir, auch wenn es einmal Streit darum gab, was gekocht wird, im Endeffekt zusammenhielten. Doch haben wir genauso viel über uns selbst gelernt und darüber, wie uns andere Menschen sehen. Wir füllten einen Fragebogen über die eigene Persönlichkeit aus, bei dem eigentlich alle überrascht waren, wie sehr man doch überlegen muss, um seinen Charakter und sein Aussehen treffend zu beschreiben.

Viele nahmen auch am “Schweigen”, wie es von uns getauft wurde, teil: Wir gingen jeden Abend vor der Nachtruhe in die kleine Kapelle, zündeten Kerzen an und schwiegen gemeinsam. Bei dieser Gelegenheit konnten alle die Geschehnisse und die eigenen Handlungen an diesem Tag überdenken, oder einfach nur die angenehme Stille genießen.

Hiermit möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bei Frau Bütow bedanken, dass sie diese Fahrt mit uns gemacht hat.


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