Freitag, 1. Juni 2018
Exkursion nach Wolfsburg

Pädagogik in der Provinz

Foto: Re

Wolfsburg ist nicht unbedingt dafür bekannt, interessante Attraktionen zu bieten. Davon, dass dies ein Fehlurteil ist, konnten die Erdkunde-Grundkurse des Q2 sich am Montag, dem 28. Mai, überzeugen.
Ziel unserer Exkursion war das dortige Volkswagen-Werk mit dazugehöriger Autostadt.

Wir trafen uns also alle, müde und noch etwas unmotiviert, um Viertel vor Acht am Hauptbahnhof. Von dort fuhren wir mit dem Zug eine Stunde nach Wolfsburg. In unserer Zielstadt angekommen ging es direkt zur Autostadt.

Erster Punkt unserer Tagesordnung war eine Übersichtsführung. Die Autostadt besteht aus einem weitläufigen Gelände mit sogenannten Pavillons, in denen jeweils eine Automarke präsentiert wird. Jene sind architektonisch auf das Image der Marke abgestimmt. Der sportliche und edle Porsche wird zum Bespiel in einem Gebäude mit geschwungener und matt schimmernder Dachkonstruktion aus Edelstahl, die an die Silhouette eines Porsche angelehnt ist, dargestellt.

Des Weiteren ist dort ein Konzernforum zu finden, das sich mit verschiedenen Themen, wie Nachhaltigkeit, der Rolle des Designs und globaler Mobilität, auseinandersetzt.

Da die Tour nur dazu diente, einen Überblick und ersten Eindruck zu gewinnen, konnten wir nur weinge Pavillons von innen besichtigen. Doch alleine das aufwändig gestaltete Areal zu sehen, war schon sehr beeindruckend.

Unter anderem wurden wir auf Highlights, wie die VR-Brille, das Panoramakino und die beiden Autotürme aufmerksam gemacht. Letztere sind 48 Meter hohe Glastürme – das Wahrzeichen der Autostadt. Sie dienen als vollautomatische Hochregallager für bis zu 800 Autos.

Die nächste Station war eine maritime Rundfahrt auf dem Mittellandkanal, entlang des Werkes. Aufgrund der Hitze, war es sehr anstrengend sich zu konzentrieren. Dennoch bekam man das Ausmaß der Fabrik mit: Ihr Gelände ist in etwa so groß wie Gibraltar.

Gegenstand der dritten und letzten Führung war eine Busfahrt durch das eigentliche Werk.

Ich denke, ich kann für alle sagen, dass diese die spannendste von allen war. Es war tatsächlich sehr faszinierend zu sehen, was für eine logistische Planung hinter einer so großen Anlage steckt. Unzählige Roboter produzieren scharenweise verschiedenste Autoteile. Zu sehen, dass quasi alles durch Maschinen hergestellt wird und kaum ein Mensch vor Ort notwendig war, hat einen doch erstaunt.

Eine Transportanlage, die durch den gesamten Betrieb verläuft, weist eine Länge auf, die der Distanz zwischen Wolfsburg und Berlin entspricht. Auch wurde uns erzählt, dass alle 18 Sekunden ein neues Auto fertiggestellt wird!

Mit dieser Rundfahrt endete unser Programm. Es folgten zwei Stunden Freizeit, die sehr unterschiedlich genutzt wurden. Die einen genossen die McDonalds-Kultur in Wolfsburg und erkundeten die Umgebung. Andere entspannten sich in dem großen Panoramakino oder statteten den Markenpavillons einen genaueren Besuch ab. Wieder andere vergnügten sich in dem Familienbereich des Konzernforums, wo man außergewöhnliche Fahrzeugprototypen, die speziell für die Autostadt angefertigt wurden, ausprobieren konnte.

Nach dem achtstündigen Ausflug waren alle froh wieder in einen klimatisierten Zug steigen zu können.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es auf jeden Fall ein aufregendes und schönes Erlebnis war, die beeindruckende Autostadt besichtigen zu können. Der Ausflug hat uns alle begeistert, weil die üblichen Erwartungen, die man an eine Schulexkursion hat, eindeutig übertroffen wurden.

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