| Das Gymnasium Steglitz unterstützt die
Organisation "Initiative Sudan". Ziel der "Initiative Sudan" ist es,
Hilfe zur Selbsthilfe im Sudan zu leisten. Sie hat für den Aufbau von Schulen in dem von
Krieg und Not heimgesuchten Land gesorgt. Die Schulen sollen den Kindern und Jugendlichen
eine Perspektive geben. Sie sollen die Tür öffnen für einen jungen, gebildeten Sudan,
der unabhängig von westlichen Hilfsorganisationen keinen Bürgerkrieg und keinen Hunger
mehr fürchten muss, weil seine Bürger nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch
sozialen Umgang und Toleranz in der Gemeinschaft lernen durften. Die Schüler des Gymnasium Steglitz unterstützen das Hilfswerk
sowohl auf materieller als auch auf sozialer Ebene.
Warum "Initiative Sudan"?
Wir haben uns entschlossen einen Beitrag zur
"Initiative Sudan" zu leisten - nicht nur weil sie mit dem Spendensiegel des
deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen ausgezeichnet ist - sondern weil
persönlicher Kontakt zum Gründer des Hilfswerks besteht. Pater Stephan Senge rief die
Organisation 1997 ins Leben und fliegt selbst regelmäßig in den Sudan. Er ist Mönch im
Kloster Himmerod, das bereits für viele Religionsfahrten Gasthaus war. So kam auch der
Kontakt zustande. Im Februar 2007 hat Pater Stephan das Projekt persönlich an der Schule
vorgestellt.
Das Spendenprojekt
Um jungen Sudanesen den Zugang zu Bildung zu
ermöglichen, müssen viele Kosten getragen werden: Schulgebäude müssen erbaut und
eingerichtet, Lehrer, Schuluniformen, Bücher, Stifte und Papier bezahlt werden.
Um diese Kosten zu bewältigen, ist die "Initiative
Sudan" auf Spenden angewiesen.
Drei Mal im Jahr werden Spenden gesammelt. Dabei wäre
ein Mindestbetrag von 2 wünschenswert. Das gesammelte Geld wird dann umgehend auf
das Konto der "Initiative Sudan" überwiesen.
Die ersten Spenden des Gymnasium Steglitz wurden für den
Aufbau einer Bibliothek für die Secondary School "Gidel" in den Nuba Mountains
verwandt. Da die Bibliothek noch unvollständig ist, werden auch weitere Spenden vorerst
dorthin fließen.
Das Briefprojekt
Bei dem Briefprojekt handelt es sich um eine
Partnerschaft mit einer Grundschule im Sudan, der wir regelmäßig Briefe schreiben
wollen. Sie sind an die gesamte Schülerschaft im Sudan gerichtet und werden in Zukunft
ca. alle 3-4 Monate von uns aus losgeschickt werden.
Bis die Post in der Schule ankommt, dauert es sehr lange,
denn im Sudan gibt es keine eigene Post. Wir schicken unsere Briefe nach Nairobi, das
liegt in Kenia, einem Nachbarland des Sudan. Dort nehmen es Schwester der Diözese von El
Obeid in Empfang, einer Gemeinde im Sudan. Nun werden die Briefe entweder von einer Person
der Schule abgeholt oder von den Schwestern der Siözese El Obeid zur Schule gebracht. Das
dauert Wochen, weil man mit dem Auto sehr weit fahren muss und es nur sehr schlechte Wege
gibt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kommt man mit dem Auto sogar gar nicht mehr weiter und
muss zu Fuß weiterlaufen. Von Mai bis November ist im Sudan Regenzeit. Dann bewegt sich
niemand von dem Ort, an dem er sich zu Anfang der Regenzeit befand, weil das Wasser und
der Schlamm jegliches Vorankommen verhindert. Schließlich gibt es keine Straßen, sondern
nur sandige Wege. Doch irgendwann erreichen die Briefe dann unsere Partnerschule und
werden von den Kindern eifrig gelesen. Leider haben die Sudanesen eine andere Beziehung zu
schriftlicher Kommunikation als wir haben. Für sie ist mündliche Kommunikation weitaus
wichtiger und deswegen schreiben sie oft nicht zurück. Doch unsere Ansprechpartnerin
Sharon hat uns versprochen, die Kinder oft daran zu erinnern, damit wir Antworten
erhalten. Aber ihr dürft nicht traurig sein, wenn sie nicht so lang und so viele sind wie
eure Briefe.
Viele weitere Informationen besonders zur Ursache
der Probleme im Sudan finden Sie auf www.initiative-sudan.de! |