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Projekte & Exkursionen

In der griechischen Antike wurzelt die europäische Geistesgeschichte.. Die Beschäftigung mit der griechischen Ideenwelt führt auf die Grundlagen unserer europäischen geistesgeschicht-lichen Entwicklung zurück und bindet unser kulturelles Selbstverständnis an seine Ursprünge. In der Philosophie, dem wissenschaftlichen Weltverständnis, der Geschichtsdeutung, der Literatur, der Kunst und vielen weiteren Bereichen haben sie, indem sie Grundfragen von allgemeiner Bedeutung formulierten, die inhaltlichen Anstöße für die Entwicklung unseres Welt- und Selbstverständnisses gegeben, die bis heute fortwirken und haben zugleich formal unserer Gedankenwelt Struktur verliehen, indem sie dafür die verschiedenen Ausdrucks-formen schufen.

Die Kenntnis der griechischen Sprache eröffnet unseren Schülern die Möglichkeit des unmittelbaren Zugangs zu dieser Geisteswelt. Die griechische Sprache ist aufgrund ihres ausgeprägten Wortschatzes, ihres Formenreichtums und ihrer komplexen syntaktischen Struktur zu einer in höchstem Maße differenzierten und nuancierten Darstellung von Gedanken und Sachverhalten geeignet. Dabei werden nicht nur die Inhalte genauestens wiedergegeben, sondern auch die Aussageintention des Sprechers in ihren Feinheiten berücksichtigt. Die Wiedergabe griechischer Texte im Deutschen schult daher in außerordentlicher Weise die Fähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, ihre Muttersprache gezielt einzusetzen und dabei auch kleinen Nuancen ihrer Aussage Ausdruck zu geben. Gleichzeitig werden sie auf die Möglichkeit aufmerksam, durch Sprache zu manipulieren, und erlernen damit eine kritisch-aufmerksame Haltung gegenüber ihnen unbekannten modernen Texten.

In der Lektürearbeit lernen die Schülerinnen und Schüler die geistigen Grundlagen der europäischen Identität im Bereich von Philosophie, Politik, Gesellschaft, Literatur, Kunst und Mythologie kennen und erweitern so ihre interkulturelle Kompetenz. Dabei betreffen die gelesenen Texte zentrale Fragen der menschlichen Existenz und regen zur offenen Auseinandersetzung mit diesen Fragen an. So beschäftigen sich die gelesenen Texte z. B. mit der Frage nach der Verantwortung des einzelnen für die Gesellschaft und für die Familie, mit der Problematik, eine gesellschaftliche Struktur zu schaffen, die allen gerecht wird, oder mit der Frage nach dem Schicksal und der Schuld des einzelnen.

Die Beschäftigung mit der griechischen Philosophie und Mythologie befähigt unsere Schülerinnen und Schülerinnen ferner, antike Ideen und ihre Verfremdung in der modernen Rezeption wiederzuerkennen und für die Interpretation der modernen Autoren nutzbar zu machen. Ihnen wird so ein vertieftes Verständnis auch moderner Künstler zuteil.

Neben der Beschäftigung mit der griechischen Sprache und literarischen Texten der verschiedenen Gebiete stellt der Griechischunterricht weitere wesentliche Elemente der antiken Kultur der Griechen vor. So beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Kunst und Architektur, mit Gesellschaftsformen und Geschlechterrollen in Griechenland. Den Höhepunkt dieser Beschäftigung stellt die Antikenfahrt dar.

Das Fach Griechisch trägt somit in vielen Aspekten dazu bei, dass unsere Schülerinnen und Schüler die verbindende europäische Identität wahrnehmen und mit Interesse und Engagement sowie mit inhaltlicher, methodischer und persönlicher Kompetenz künftige Aufgaben in Angriff nehmen.

Antikenfahrtathen2004

Einen Höhepunkt der Beschäftigung mit der Antike stellt seit vielen Jahren die Antikenfahrt dar: Am Gymnasium Steglitz besteht seit Jahrzehnten die Tradition, eine Studienfahrt an die Stätten des antiken Lebens durchzuführen, an der alle Schüler teilnehmen. Die Fahrt wird derzeit im 2. Semester der Qualifikationsphase unmittelbar vor den Sommerferien durchgeführt. Fahrtenziele sind z. Zt. Griechenland, Rom/Unteritalien oder Sizilien. Auf der Fahrt sollen die Themenkomplexe der Alten Sprachen durch die Beschäftigung mit den Stätten der alten Kulturen lebendig werden, das Interesse der Schülerinnen und Schüler gestärkt und der soziale Zusammenhalt im Jahrgang gefördert und vertieft werden.

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