Montag, 16. November 2009
Kloster Lehnin 2009
Religionsfahrt der 9c
Am 6.11.09 fuhren wir, die Klasse 9c, in Begleitung von Frau Dathe und Frau Bütow nach Lehnin. Dazu mussten wir den Matheunterricht leider zehn Minuten früher verlassen und begaben uns dann alle zum S-Bahnhof Rathaus Steglitz, von wo aus wir bis Potsdam Hbf fuhren und dann noch eine endlose Strecke mit dem Bus zurücklegten bis wir endlich in Lehnin, einer sehr kleinen Ortschaft, angekommen waren. Unser Herbergsvater hieß uns beim Pater-Engler-Haus willkommen.
Nachdem die Zimmer verteilt worden waren, begann Catering-Gruppe 1 mit den Vorbereitungen für das spätere Mahl. Der Rest inspizierte in der Zwischenzeit das Haus, nutzte die Tischtennis- und Billiardgelegenheiten im Spielzimmer oder spielte auf dem Klavier. Der Teil von uns, der nicht kochte, wurde von Frau Bütow mit der Aufgabe betraut, unsere bereits in der Schule angefangenen Mind-Maps und Plakate über das Kloster Lehnin und seine Geschichte fertigzustellen. Gegen 21.00 starteten wir das Abendessen. Ein großes Lob an Catering-Gruppe 1 für Chicken-Curry-Reis und Schokopudding!
Obwohl es bereits sehr spät war, rafften wir unsere letzten Kräfte zusammen und hielten die Vorträge über das Kloster. Entgegen den Erwartungen unserer beiden Lehrerinnen schafften wir es, uns ruhig zu verhalten.
Am nächsten Morgen war unser erster Programmpunkt eine Führung durch das Zisterzienserkloster und Kirche. Empfangen wurden wir von der sehr freundlichen Schwester Heidrun. Sie weihte uns in die Geschichte des Klosters ein, während wir in der schönen, aber kalten Kirche standen. Es folgte ein Spaziergang durch das Gelände, wobei uns traumhaftes Wetter begleitete. Schwester Heidrun erzählte uns ein paar Anekdoten über das anliegende Hospital, und einige davon berührten uns wirklich.
Anschließend durften wir uns dort noch aufhalten. Aufgabe war es, einen Lieblingsplatz zu suchen und abzuzeichnen. Die Leute von Catering-Gruppe 2 brachen währenddessen mit Frau Dathe zum nahegelegenen Supermarkt auf und besorgten die Zutaten für das abendliche 3-Gänge-Menü.
Zurück in der Küche begannen die Vorbereitungen mit vollstem Eifer. Die Zubereitung der Mousse-au-Chocolat beanspruchte einige Zeit und es war eine schöne Erfahrung, dass alle zusammenarbeiteten und ihre Aufgabe sehr ernst nahmen. Unmengen von Tomaten weich kochen und die Haut abziehen, klein schneiden, Soße anrühren (wobei Frau Dathe mit ihren eigenen kreativen Ideen tatkräftig mitwirkte), während im Hintergrund unentwegt und auf voller Lautstärke Michael Jackson lief (wozu sowohl Frau Bütow als auch Frau Dathe freudig mittanzten), brachten ein für alle zufrieden stellendes Ergebnis fertig. Insbesondere die Mousse wurde hochgelobt.
Bevor aufgetischt wurde fand jedoch noch etwas ganz besonderes statt: Alles wurde beiseite geschoben und der von allen lang herbeigesehnte Tanzabend konnte beginnen. Dazu hatte Frau Bütow sich überlegt, uns den sog. Linedance beizubringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ein geeignetes Lied zu finden fiel die Wahl schließlich auf “Barbie Girl”. Anfänglich traten wir uns alle auf die Füße und es herrschte regelrechtes Chaos, aber nach und nach konnten wir den Linedance mehr oder weniger im Takt tanzen.
Nach dem Essen begaben wir uns zum 15-minütigen Schweigen in die Kapelle.
Wir kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass dies eine sehr schöne, entspannende Erfahrung war und hätten durchaus noch länger schweigen können.
Den restlichen Abend spielten wir Mäxchen, manche zogen sich auf ihre Zimmer zurück, andere hatten Spaß im Aufenthaltsraum.
Auch die letzte Nacht verlief so weit problemlos, jedoch scheinen einige von uns zu schlafwandeln und Frau Bütow dazu zu bringen, um 4.00 morgens milde lächelnd vor der Schlafzimmertür zu stehen.
Abgerundet wurde die Reise mit einem morgendlichen Besuch des Gottesdienstes und dem gemeinsamen Putzen des Hauses. Die Restnudeln wurden aufgegessen, übriggebliebene Lebensmittel verteilt und als alles kontrolliert worden war ging es auf zur örtlichen Busstation. Die Fahrt zurück dämmerten wir teils vor uns hin, und schließlich erreichten wir alle planmäßig unser zuhause.
Insgesamt kann man die Fahrt als wirklich gelungen und entspannend bezeichnen,wir haben sowohl etwas gelernt als auch eine Menge Spaß gehabt. Ein großer Applaus an dieser Stelle an unsere beiden Organisatorinnen Frau Bütow und Frau Dathe,die uns dieses Wochenende erst ermöglichten.
Lena Fiechter und Thea Cuk
