Altsprachliches, humanistisches Gymnasium

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Religionsunterricht:
Besuch in der Moschee am Columbiadamm
                            

1.jpg (127482 Byte)Am 28.4.08 machten wir (die Klasse 6c) einen Besuch in der Moschee am Columbiadamm. Der Fahrtweg war ziemlich lang. Wir benutzen S-Bahn, U-Bahn und einen Bus. Am Montag nach der 3. Schulstunde ging’s los. Einige Eltern kamen auch mit.

Wir fuhren erst mit der S1 nach Schöneberg, wo wir in die Ringbahn stiegen und weiter fuhren bis Tempelhof. Dort nahmen wir die U6 und fuhren nach Platz der Luftbrücke. Von hier an liefen wir zur Moschee. Wir wurden von einer jungen Muslime empfangen, die uns immer ermutigte Fragen zu stellen. Sie zeigte uns den Friedhof der vor der Moschee angelegt worden war. Danach gingen wir auf Socken in die Moschee hinein und betrachteten sie von innen. Sie war wunderschön. Nach ausgiebigen Betrachtungen setzten wir uns in einem Kreis auf den Teppich. Es wurde uns viel über den Islam erklärt, zum Beispiel, dass es auch im Islam, wie bei den Katholiken einen "Rosenkranz" gibt, der aber Gebetskette genannt wird und aus 99 Perlen besteht. Auch insgesamt sind sich die Religionen in vielen Dingen sehr ähnlich. Es dürfen nämlich auch keine Bilder von Gott gemacht werden. Die Moslems helfen sich, indem sie aus den Namen, die in arabischer (Arabisch ist bei den Moslems eine "heilige" Sprache) Schrift geschrieben sind, zu Bildern machen. Auch haben sie ein heiliges Gebiet (Mekka), so wie wir den Vatikan.

Die "Hauptfiguren" sind Gott und Mohammed, der Prophet. Die Muslime müssen keine Kopftücher tragen, das hängt davon ab wie gläubig sie sind. Es wird immer 5-mal am Tag gebetet. Als wir da waren, fand das Mittagsgebet statt (13:17 Uhr). Ein Muezzin rief mit einem Mikrofon in die Moschee hinein zum Gebet, früher taten sie es vom Turm (Minarett). Vor dem Gebet findet die "Waschung" statt. Es werden Ohren, Hände, Füße und Gesicht gereinigt. Bei dem Gebet selbst beten Frauen und Männer getrennt.

Sie dürfen sich dabei von nicht ablenken lassen (nicht mal von dem eigenen schreienden Kind). Ab ca. 11 Jahren müssen Muslime die täglichen Gebetszeiten einhalten. Es darf aber auch "nachgebetet" werden. Nach dem Gebet fand noch eine Bestattung statt, die wir uns aber nicht mehr anguckten. Hierbei werden die Toten von einem Angehörigen gewaschen, in weiße Leinen gewickelt und eigentlich so begraben, doch da dies in Deutschland nicht erlaubt ist, werden sie in einem Sarg begraben. Dann gingen wir zurück zu Schule, wobei wir jedoch nicht liefen, sondern den Bus benutzen. Um 14:15 Uhr kamen wir im Bahnhof Rathaus Steglitz an...

Es war ein sehr ereignis- und wissensreicher Tag!

Lara Schneider (6c)

   
          

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