| Als uns Frau Uliarczyk vorschlug, am
Wandertag ein Präsentationstraining zu machen, wussten wir noch nicht genau, was wir zu
erwarten hatten. 
In der Berlinischen Galerie, unserem Treffpunkt, fingen wir
mit ein paar Lockerungsübungen an, bei denen wir in verschiedenen Geschwindigkeiten und
Techniken durch den großen Raum gehen und jeden begrüßen sollten, an dem wir
vorbeigingen. Das Lauftempo wurde mithilfe von Zahlen von den beiden Leitern des Kurses,
die auch selbst mitmachten, vorgegeben. Die Zahlen reichten von eins bis zehn, wobei eins
sehr langsam und zehn sehr schnell war. Außerdem sollten wir durch Bewegungen und
Ausdruck darstellen, worüber und wo wir gerade gingen. Dies konnten spitze Steine, Wasser
oder auch heißer Sand sein. Nach den Lockerungsübungen stellten wir uns in einen großen
Kreis und sollten nacheinander unseren Namen verbunden mit einer Geste, wie zum Beispiel
einem Klatschen, einer Drehung oder einem Sprung, und möglichst viel Ausdruck nennen, was
die anderen nachmachen mussten. In der nächsten Runde musste jeder den Namen eines
anderen mit einem Klatschen rufen und sich dann auf den Platz desjenigen stellen, den man
genannt hatte. Nun war derjenige an der Reihe, dessen Name genannt worden war. Das Gleiche
taten wir dann mit Städtenamen, die wir uns aussuchten und den anderen zuriefen. Die
Schwierigkeit bestand darin, dass wir das nicht mehr in der Reihenfolge des Kreises taten,
sondern den Namen dann sagen sollten, wenn wir es für richtig hielten und dachten,
niemand anders würde einen Namen in diesem Moment nennen. Erstaunlicherweise
funktionierte das sehr gut. Als jeder seinen Städtenamen genannte hatte, spielten wir
dasselbe Spiel wie zuvor mit den Namen. Es war natürlich viel schwieriger, da wir zwar
unsere Namen kannten, uns aber die Städtenamen nur teilweise merken konnten. Die Übung
diente vor allem der Konzentration, wir mussten uns die Städtenamen und die passende
Person merken, auch mussten wir stets bereit sein und immer möglichst schnell reagieren,
wenn wir an der Reihe waren.
Danach wurden wir einzeln vor einer Kamera interviewt. Wir
sollten erst Name und Alter und dann eine Person, die wir am meisten bewundern, nennen.
Außerdem wurden uns Fragen von den Kursleitern gestellt.
Für diese Übung war alles, was wir zuvor gelernt hatten,
wichtig. Zum einen mussten wir uns konzentrieren, um die Fragen möglichst genau und ohne
langes Nachdenken beantworten zu können, zum anderen sollten wir auch Ausdruck in Stimme
und Körperhaltung bringen. Außerdem wurden uns noch sehr viele hilfreiche Tipps gegeben.
Anschließend wurde jedes Interview kurz analysiert, damit
wir erkennen konnten, was wir noch besser hätten machen können.
Letztendlich können wir sagen, dass es sich sehr gelohnt
hat, dieses Präsentationstraining zu machen, denn die Dinge, die wir gelernt haben,
werden uns sicherlich in unserem weiteren Leben noch nützlich sein.

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