 Nach
wochenlanger Vorbereitung fuhren wir am 26. Oktober schließlich nach Lehnin.
Unser Auftrag lautete, einen Dokumentarfilm über das
dortige Zisterzienserkloster zu drehen - eine Aufgabe, die wirklich umfangreiche Planung
benötigte.
Trotz dieser Planung erwies sich die Hinfahrt als
komplizierter als erwartet, da, womit niemand gerechnet hatte, unsere Freunde, die
Lokführer der S-Bahn, an diesem Tag ihre Arbeit weitestgehend eingestellt hatten. Trotz
dieser Beschränkung ließen wir uns dennoch nicht beirren und versuchten unser Glück.
Der ursprüngliche Plan scheiterte komplett, als ein
großer Polizeieinsatz den Verkehr vollständig lahm legte.
Auf Umwegen über Buslinien, anderen S-Bahnverbindungen und
den Regionalverbindungen Brandenburgs erreichten wir gegen Vormittag nach einer
zweieinhalbstündigen Odyssee doch noch unser Ziel: Das Pater-Engler-Haus des Klosters in
Lehnin, eine Freizeitunterkunft.
Nach der Verteilung der Zimmer wurde die erste Gruppe, die
für das Kochen in dem Selbstversorgerhaus zuständig war, mit dem Einkauf in dem nahe
liegenden EDEKA© beauftragt, einer Aufgabe, deren Durchführung einige Einkaufswägen in
Beschlag nahm.
Am Nachmittag begannen die ersten Dreharbeiten auf dem
Klostergelände, die mit der professionellen Ausrüstung schneller vorangingen als
erwartet. Wir konnten unseren Zeitplan größtenteils einhalten und am Abend das Menü der
so genannten Catering-Gruppe 1" genießen.
Der Tag endete entspannt und mit einer freiwilligen
Komplet.
Am nächsten Tag wurden die Dreharbeiten fortgesetzt. Nun
war die zweite Catering-Gruppe für das Kochen zuständig, während die erste Gruppe mit
dem Filmen beschäftigt war. Wer mit beidem fertig war, durfte den Tischtennisraum des
Hauses in Anspruch nehmen.
Am Nachmittag traf Herr Pflüger ein und gab den
verbleibenden Gruppen professionelle Unterstützung bei den Dreharbeiten, wie er es schon
im Mai in Helmstedt getan hatte.
Gegen Abend wurde ein Fackelzug der Bürger des Ortes
gefilmt, um die einmalige Ruhe und Atmosphäre festzuhalten.
Nach einem weiteren Menü wurde die Bettruhe um eine
weitere Stunde ausgeweitet (oder gänzlich ignoriert), womit Tag 2 in Lehnin endete.
Am nächsten Vormittag, nach einem geselligen Gottesdienst
gegenüber dem Haus, wurden die letzten Vorräte der Küche geplündert und vernichtet, um
nichts zurückzulassen.
Die Rückfahrt verlief wesentlich reibungsloser und wir
trafen nach Plan auf dem S-Bahnhof Rathaus Steglitz ein.
Wir möchten Herrn Reinhold und Frau Bütow für die
Organisation, Herrn Pflüger für die fachmännische Unterstützung und allen Sponsoren
für die Ermöglichung der Fahrt nach Lehnin herzlich danken.
Carl Totz, Adrian Simon 10c










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