Certamen Ciceronianum Arpinas 2007Es mag zwar zunächst verrückt klingen, doch wir waren tatsächlich dabei.
Das Certamen Ciceronianum Arpinas 2007", einen internationalen Wettbewerb, der
jährlich zu Ehren des großen Staatsmannes und Philosophen Marcus Tullius Cicero in
dessen Geburtsort Arpino stattfindet, assoziieren viele sicherlich mit dem Strebertum
Europas, gebündelt in einem kleinen Kaff in Italien.
Doch dem ist ganz und gar nicht so.
Beim CCC, das sich mit dem zugehörigen Rahmenprogramm
über drei Tage erstreckte, konnte wir (Frederik Braun und Pia Bohnert, inzwischen 3.
Semester) überraschend viele neue Bekanntschaften mit Leuten schließen, die bis auf ihre
Vorliebe zur lateinischen Sprache keinem Klischee entsprachen. Gelegenheit sich kennen zu
lernen waren reichlich vorhanden, ob beim Essen, bei den Ausflügen in die Umgebung, beim
abendlichen Fest in Arpino, in der Dorfdisco Carpe Diem" oder auch während der
Hauptsache: der 5-stündigen Klausur. Diese stellte zwar hohe Anforderungen an die
Prüflinge, war allerdings durch ihren Umfang und ihre Schwierigkeit eine nahezu ideale
Vorbereitung auf die im nächsten Jahr zu schreibende Abiturklausur Latein. Wir nahmen es
mit unseren Beiträgen aber sowieso eher olympisch: Dabei sein ist alles!"
Getreu diesem Motiv sahen wir dann auch gelassen darüber hinweg, bei der Siegerehrung
nicht unter den ersten Zehn von ca. 450 Teilnehmern zu sein.
Dafür waren der Besuch des Klosters Montecassino, wo der
Abt alle Teilnehmer wie auch sonst? - auf Lateinisch begrüßte, und die Stimmung
während der gesamten Veranstaltung unvergesslich.
Gekrönt wurde unser Kurzurlaub nach Italien schließlich
durch den sonntäglichen Crashkurs Rom", während dessen uns Frau Dathe, auch
in Hinblick auf die Antikenfahrt, schon einmal mit Insider-Tipps versorgte.
So bekamen wir auf unserem Rundgang durch die römische
Innenstadt nicht nur das Forum Romanum, das Kolosseum, die Kaiserforen, die
Schreibmaschine" und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen, sondern
lernten auch gleich die Spezialitäten der italienischen Pizza kennen sowie die zwei
besten Eisdielen Roms, deren wunderbar cremiges Eis wir bei Nacht an der beleuchteten
Fontana di Trevi genießen konnten.
Alles in allem ist eine Teilnahme am CCC also in jedem Fall
weiterzuempfehlen, man muss wie uns Pia bewies nicht mal im
Lateinleistungskurs sein, um dabei enorm viel Spaß zu haben.
Übrigens: Besonders teuer ist die ganze Veranstaltung auch
nicht, denn für Unterhalt und Verpflegung während des Wettbewerbs sorgt die Stadt
Arpino.
Frederik Braun, Pia Bohnert




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